Unsere Forderungen

Natürlich soll auf dem Christopher Street Day nicht nur gefeiert werden. Es geht dabei vielmehr um die Botschaft die übermittelt wird.Das CSD-Plenum entwickelte in der Vorbereitung mehrere politische Forderungen, unter dem der CSD stehen soll.

Die wohl wichtigste Forderung ist die gegen Diskriminierung und Ausgrenzung. Im Grundgesetz Artikel 3 wird erläutert, dass kein Mensch auf Grund seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens oder seiner religiösen oder politischen Anschauungen diskriminiert werden darf. Außerdem ist die Rede von Gleichberechtigung von Mann und Frau.
Die Gesetzgebung vernachlässigt hier alle Menschen, die sich keinem Geschlecht zugehörig fühlen und berückichtigt nicht die Diskriminierungen auf Grund der Sexualität.

„Leider kommt es immer noch vor, dass Menschen auf Grund ihrer Sexualität ausgegrenzt werden und teilweise sogar bedroht. Das muss aufhören, deswegen fordern wir diese Gesetzesänderung.“, so Conrad Gliem, Vorsitzender des LSVD Thüringen.

Eine weitere wichtige Forderung ist der diskriminierungsfreie Zugang zur Blutspende.
Männer, die Sex mit Männern haben, werden durch eine Richtlinie als Risikogruppe bei der Übertragung von Blutprodukten eingestuft und damit pauschal von Blutspenden ausgeschlossen. Davon sind auch Menschen betroffen, die in langjährigen monogamen Beziehungen leben oder seit langer Zeit keine sexuellen Kontakte hatten.
Gleichzeitig werden heterosexuelle Männer und Frauen nicht nach Risikofaktoren gefragt, auch wenn diese häufig wechselnde Sexualpartner haben oder Verkehr mit einem Menschen der Risikogruppen haben.
Mit dem aktuellen Ausschlusskriterium werden zahlreiche potentielle Blutspender daran gehindert, anderen Menschen zu helfen. Gleichzeitig wird der lebensbedrohliche Notstand an Blutkonserven – gerade in Sommer- und Urlaubszeiten – so verstärkt.
Wir fordern deswegen eine Befragung aller Blutspender zu möglichen Risikofaktoren.
Hierzu Marcus Scholz, Vorstandsmitglied der Aidshilfe Thüringen e.V.: „Diese offensichtliche Diskriminierung auf Grund der Sexualität muss gestoppt werden und die Risikofaktoren zum besseren Schutz der Patienten bei allen Blutspendern abgefragt werden.“

Alle weiteren Forderungen sind unter www.csd-erfurt.de nach zu lesen.

Der CSD Erfurt 2012 möchte zu einem GRENZENLOSen Miteinander aufrufen, zu einem Aufeinanderzugehen und zu mehr Toleranz in unserer Gesellschaft.
Feiert mit uns und fordert mit uns – GRENZENLOS.